Petersfriedhof, Salzburg, Österreich

Petersfriedhof, Salzburg, Österreich
Petersfriedhof, Salzburg, Österreich

Der Petersfriedhof ist neben dem Friedhof des Stiftes Nonnberg die älteste christliche Begräbnisstätte Salzburgs. Er liegt am Fuß des Festungsberges, und ist wahrscheinlich so alt wie das Kloster St. Peter selbst, also aus der Zeit um das Jahr 700.

Am Rand des Petersfriedhofs befinden sich die „Katakomben“, die in den Festungsberg gehauen wurden. Sie waren aber wohl eher nicht Begräbnisorte, sondern vielmehr frühchristliche Versammlungsstätten. Die Katakomben kann man besichtigen, allerdings sind festes Schuhwerk und eine gewisse Beweglichkeit/Kondition nötig, denn zahllose ganz unterschiedlich hohe Stufen führen weit in den Berg hinauf. Oben wird man aber unter dem Glockentürmchen mit einem herrlichen Blick auf den Friedhof und die Altstadt Salzburgs belohnt.

Auf dem Petersfriedhof sind übrigens Mozarts Schwester Nannerl und sein Freund Michael Haydn in einer Gruft beigesetzt.

 

Waldfriedhof, Berlin

Loriots Grab auf dem Waldfriedhof Heerstraße, Berlin
Loriots Grab auf dem Waldfriedhof Heerstraße, Berlin

Es passiert mir selten, dass ich innerhalb von wenigen Minuten lache und weine, und schon gar nicht auf einem Friedhof. Aber es kann passieren – auf dem Waldfriedhof Heerstraße (am Olympiastadion) in Berlin. Der Friedhof Heerstraße gilt als einer der schönsten Friedhöfe Berlins. Mit 51 Ehrengrabstätten des Landes Berlin weist er mehr Ehrengräber als die Prominentenfriedhöfe Waldfriedhof Dahlem oder Waldfriedhof Zehlendorf auf.

Viele Künstler liegen dort bestattet, und vor allem wollte ich zu zwei Gräbern: dem von Loriot, und dem von Horst Buchholz. Für beide Gräber hatte ich auch etwas mitgebracht. Am Grab von Horst Buchholz kam ich zuerst vorbei. Es sah völlig vernachlässigt aus, traurig, verlassen, ungeliebt. Ein so wunderbarer Schauspieler – vergessen von der Welt? Ich legte meine Rose auf dem Grab ab, neben einer Vase voll mit billigen Plastikblumen, und mir stiegen die Tränen in die Augen. Aus den Augenwinkeln sah ich im Boden einen Stein: es handelte sich um ein Ehrengrab der Stadt Berlin. Später habe ich von zu Hause aus die Friedhofsverwaltung angeschrieben, ein Foto mitgeschickt und darum gebeten, das Grab wieder in Ordnung zu bringen und ansehnlich zu gestalten. Das hat man mir in zwei sehr freundlichen Antwortmails auch zugesagt.

Tja, und dann kam ich zu Loriots Grab und musste lachen: Fans haben das ganze Grab mit kleinen Plastikenten “verschönert”, im Gedenken an einen seiner bekanntesten Sketche: “Lassen Sie sofort die Ente zu Wasser!”. Ich hatte vorher in einigen Zeitungsartikeln Fotos vom Grab gesehen und war vorbereitet: die beiden Plastikenten vom Sohn und mir fanden links unten am Grabstein noch einen Platz.

Wie bereits erwähnt, weist der Friedhof eine hohe Prominentendichte auf, und entsprechend originell sind auch viele Gräber bestückt. Eine Auswahl in der Galerie:

Friedhof von Agulo, La Gomera

Agulo, La Gomera, Kanarische Inseln
Agulo, La Gomera, Kanarische Inseln

Agulo wird von vielen als das schönste Dorf von La Gomera bezeichnet, und vermutlich stimmt das auch. Alle Häuschen in dem verwinkelten Ort an La Gomeras Nordküste, der sich zwischen einer grandiosen Steilwand und dem Meer duckt, sind gepflegt und bunt gestrichen, Spazierwege sind ausgeschildert, eine Ecke ist malerischer als die nächste. Auf dem Weg durch Agulo entdeckte ich eine Schautafel, die den Ursprung des Wanderwegs erklärte, der durch den Ort und bis hinter dem Friedhof führt. Fast alle Caminos, so heißen die Wege hier, haben diesen historischen Ursprung, und dieser hier war sogar nicht nur ein einfacher Wanderpfad, sondern ein Prozessionsweg gewesen.

Der Camino führt aus dem Ort hinaus, und oberhalb des Meeres, mit unverbautem Blick bis nach Teneriffa hinüber befindet sich der kleine Friedhof von Agulo, und ist vermutlich der schönste, den ich bisher gesehen habe. Die Anlage selbst ist überschaubar, aber ebenso gepflegt wie der Ort selbst. Ich habe nicht herausgefunden, ob hier wirklich Särge oder nur Urnen bestattet werden, vermutlich letzteres. Denn einige der „Fächer“ mit Namenstafeln schienen mir für einen Sarg dann doch viel zu klein. Und vor allem: wie will man auf dem felsigen Untergrund Gräber ausheben? Es ist schon schwierig genug, Anbauflächen für die Landwirtschaft zu finden…

Wie auch immer, es ist ein Jammer, dass die, die hier bestattet wurden, diesen Ausblick nicht mehr genießen können.