Meine Bücher

In Vorbereitung:
MINN3SANG
Abenteuer/Fantasy

Inhalt:
Drei Musiker, alle im besten Alter und seit Jahrzehnten im Geschäft, kennen das Tourleben in- und auswendig: die nächste Stadt, die nächste Bühne, kaum Zeit zum Durchatmen zwischen Bus, Hotel und Konzert. Minne
Doch dann – ein freier Tag. Entspannen in Limburg an der Lahn: ein mittelalterlicher Markt, ein Becher Met.
Und plötzlich werden die Dinge sehr, sehr seltsam.

MINN3SANG ist eine Geschichte über Musik, die keine Sprachbarrieren kennt. Über Freundschaft, die binnen Stunden tiefer werden kann als manche, die ein Leben lang dauert. Und darüber, dass man nie zu alt ist für das nächste Abenteuer – auch wenn man dafür eine ziemlich ungewöhnliche Reise auf sich nehmen muss

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COMEBACK AUF BORKUM
Roman

Inhalt:
Emily Winter hat an einem einzigen Abend alles verloren: Job, Wohnung, Verlobten. Mit einem alten Campingbus und zwei Bildern an Bord flüchtet sie zu ihrer Tante in deren gemütliches Haus auf Borkum. Erst mal Luft holen.Comeback
Die Insel empfängt sie mit Salzluft, Möwengeschrei und dem Gefühl, dass hier die Zeit ein bisschen anders läuft als anderswo.
Nick Tennant, Gitarrist und eine Hälfte des Duos Nick & Skippy, spielt jeden Abend im Pavillon an der Promenade. Er ist gut. Besser als gut. Nur weiß das außer ihm kaum jemand.
Bis Emily zuhört.
Eine Geschichte über Neuanfänge, Musik und die Frage, ob das Leben manchmal einfach nur wartet, bis man bereit ist.
Als eBook und Paperback erhältlich

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TOD VOR DER BÜHNE
Kriminalroman

Inhalt:
Ein Konzertabend in der Krefelder Kulturfabrik. Ausverkauft, die Stimmung erwartungsvoll. Doch noch bevor die Band auftritt, wird im Saal vor der Bühne eine Frau tot aufgefunden.
Die Umstände sind rätselhaft: Wie ist sie schon Stunden vor dem Einlass in die Halle gelangt? Und woran ist sie gestorben?
Die Tote ist in der Fanszene bekannt – und nicht beliebt. Tod_Buehne
Hat jemand bei ihrem Tod nachgeholfen? Oder war es ein Unglücksfall?
Denn viele hatten einen Grund, diese Frau endlich loszuwerden.
Für die Kommissare Wiebke Hansen und Jan Boltenhagen beginnt eine mühsame Ermittlung durch widersprüchliche Aussagen und übersehene Details.
Erzählt aus sechs Perspektiven – von Zeugen, Ermittlern und einem Musiker, der mehr gesehen hat als er ahnt.
Als eBook und Paperback erhältlich.

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SPÄTSOMMER AUF BORKUM
Roman

Inhalt:
Sonne, Sand, Meer – so stellt sich Anne ihr zukünftiges Leben auf Borkum vor. SpätsommerSie will noch einmal ganz neu anfangen, auf die Nordseeinsel ziehen – und heiraten. Ihren Zukünftigen, den Meeresbiologen Tammo, hat sie im Internet kennengelernt. Obwohl sie ihn noch nie gesehen hat, ist sie überzeugt, dass er die Liebe ihres Lebens ist. Und nun soll es endlich soweit sein, dass sie ihrem Traummann begegnet. Nur – als sie auf Borkum ankommt, ist es nicht Tammo, der sie von der Fähre abholt, sondern sein mürrischer Bruder Marten …
Als eBook und Paperback erhältlich.

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ZEIT SPIELT KEINE ROLLE
Roman

Inhalt:
Romantik pur – dafür sind die vier charismatischen Sänger der Gruppe Con Pasion berühmt. ZeitAls sie sich zu Konzert-Proben auf einem alten englischen Landsitz treffen, geraten sie auf geheimnisvolle Weise mitten ins Flowerpower-Zeitalter der 60er Jahre – und Operngesang ist bei den Hippies leider überhaupt nicht gefragt. Notgedrungen tauschen die erfolgsverwöhnten Sänger elegante Smokings gegen Latzhosen und T-Shirts und erleben einen atemberaubenden Sommer im Jahre 1969 in New York. Aber gibt es einen Weg zurück in ihre Zeit?
Als eBook und Paperback erhältlich.

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DARLING, ES WIRD WIEDER SPÄTER
Roman

Inhalt:
Frisch verheiratet und von Köln über Berlin nach London – für die Journalistin Kitty Sander verläuft das Leben auf der Überholspur, seit sie den Sänger Juan Torres kennengelernt hat. Darling2Nach der schnellen Hochzeit freuen sich beide auf ihr Zusammenleben in London und stürzen sich voller Energie in neue berufliche Aufgaben. Vor Juan und der Gesangsgruppe Con Pasion liegen anstrengende Wochen im Studio, um ein neues Album aufzunehmen, und Kitty beginnt einen Job, in dem ihre gesamten journalistischen Erfahrungen gefragt sind. Ihre Recherchen sind allerdings nicht ganz ungefährlich …
Als eBook und Paperback erhältlich.

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DARLING; WIR SIND HIER IM RITZ
Roman

Inhalt:
Die junge Journalistin Kitty Sander findet den Mann ihrer Träume buchstäblich auf der Straße – und ist ihn gleich darauf wieder los. Sie hat keine Ahnung, wer dieser Juan Torres Delgado in Wirklichkeit ist, und als sie sich endlich wiederfinden, wird Kittys Leben gründlich durcheinander gewirbelt. Darling1
Nichts verläuft mehr so wie geplant, aber alles entwickelt sich zum Besseren. So lange, bis ein zweiter Mann aus der Vergangenheit auftaucht und Kitty vor schwierigen Entscheidungen steht.
Als eBook und Paperback erhältlich.

Der Himmel über Berlin

„Sei bitte nicht tot.
Würdest Du das für mich tun?
Hör einfach damit auf.“

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Es ist nicht so wie im Fernsehen. Es ist nicht so, dass Du mich beobachtest, während ich an Deinem Grab stehe. Es ist nicht so, dass Du irgendwann plötzlich wieder vor mir stehen wirst. Ich habe eine ganze Zeitlang gedacht, wenn ich es nur für unwahrscheinlich genug hielte und es mir fest genug wünschte, dann wärst Du nicht tot. Und dieser ganze Alptraum mit Telefonaten vor dem Krankenhausaufenthalt, mit Berichten und Fotos von der Intensivstation, mit Todesanzeigen, Nachrufen, dem Ordnen des Nachlasses, und dass ich jetzt mit Deinem Auto herumfahre, dessen Kennzeichen Deine Initialen und Dein Geburtsdatum sind – dann wäre das alles nur ein riesengroßer Betrug gewesen, ein Fake, und in Wirklichkeit bist Du nicht tot. Sondern versteckst Dich nur, weil…

Ja, warum solltest Du? Es gibt keinen Grund. Du warst dem Leben zugewandt, so offen, so herzlich, so verletzlich, gleichzeitig oft ungeduldig, manchmal sogar grob, aber eins warst Du vor allem: Du selbst. Ich wusste bei Dir immer, woran ich war, hatte nie das Gefühl, Dir etwas verschweigen zu müssen. Es gab diese ganz besondere Verbindung zwischen uns, vom ersten Moment an, die war immer da, auch wenn wir uns nur in großen Abständen gesehen haben. Wie Seelenzwillinge. Ich vermisse die spontanen Telefonate, in denen Du mir vor Vergnügen glucksend Geschichten erzählst, immer im Berliner Tonfall, manchmal auch abgleitend ins Vogtländische, wo Du herstammst. Ich vermisse die regelmäßigen SMS, die mit guten Sonntagswünschen hin und her gingen. Die Verbundenheit war viel tiefer als das. Ich wusste einfach, ob es Dir gut oder schlecht ging, und umgekehrt genauso. Herrschte zu lange Schweigen, rief einer von uns an und erkundigte sich besorgt.

Ich weiß, dass Du manchmal neben mir sitzt, wenn ich mit Deinem blauen Auto herumfahre. Ich glaube, Du wolltest, dass ich es bekomme, wenn Du nicht mehr da bist. Ich weiß noch, wie wir zusammen darin saßen und Du mir Berlin gezeigt hast. Immer warst Du dann ganz stolz, als hättest Du persönlich es erbaut. Über den Kudamm sind wir gefahren, über die Glienicker Brücke, wir waren am Wannsee und an dem Ort, wo Kleist ins Wasser ging, auf dem Tempelhofer Feld, bei Theaterpremieren, und gemeinsam bei der Museumsnacht unterwegs, fast alles mit diesem kleinen blauen Auto, an dem so viele Erinnerungen hängen. Immer gab es zu sehen und zu entdecken und vor allem zu lachen und zu erzählen. Immer. Ich aus dem Westen, Du aus dem Osten, und gemeinsam erkundeten, verwünschten und beratschlagten wir die neue, komplizierte, zusammenwachsende Welt, und waren dankbar, dass wir uns kennenlernen konnten.

Der Himmel über Berlin war für mich immer blau und wolkenlos. Seit dem letzten Sommer trägt der Himmel ein paar kleine, weiße Wölkchen, und auf einem davon sitzt Du und schaust dem Treiben auf der Erde zu, ich bin sicher. Denn immer ist da jetzt mindestens ein kleines weißes Wölkchen, wenn ich in Berlin bin und nach oben sehe. Das beruhigt mich. Du passt von dort oben auf mich auf.

Die Trauer kommt in Wellen. An guten Tagen freue ich mich, jetzt einen ganz persönlichen Schutzengel zu haben. An anderen Tagen wieder reicht ein kleiner Anlass und ich bin zu nichts mehr zu gebrauchen, weil ich unversehens über ein Foto, einen Erinnerungsfetzen, ein Andenken stolpere. Wenn ich daran denke, dass ich Dich auf Deinem letzten Weg nicht begleiten konnte. Wenn ich darüber nachdenke, was ich Dir alles sagen wollte und es verschoben habe. Wenn wieder zur Gewissheit wird, dass das Leben ohne Dich weitergeht. Du fehlst mir entsetzlich.

Manchmal bin ich ganz in Deiner Nähe. Dann sitze ich in dem Café, wo wir uns oft getroffen haben, denke an Dich, an unser letztes Gespräch und will sonst niemanden sehen. Oder ich bin auf dem Friedhof, wo Deine Urne begraben wurde. Ich habe keine Blumen dabei, und ich weiß, dass Du mir das verzeihst. Aber ich habe immer, immer einen kleinen Zettel in der Tasche, zusammengefaltet, und das Papier sorgfältig ausgesucht, auf dem eine Botschaft für Dich steht. Ich verbrenne den Zettel, dort, wo die Erde das birgt, was von Dir übrigblieb, und sehe zu, wie die Buchstaben, aufgelöst in Rauch, aufsteigen, bis zu Dir, bis zu Deiner Wolke. Ich schreibe auf, was ich Dir nicht mehr sagen konnte. Ich schreibe auch auf, was ich Dir nie sagen konnte, und irgendwann werde ich vielleicht alle Worte und allen Rauch hinaufgeschickt haben.

Irgendwo bist Du noch. Musst Du noch sein. Kannst Du nicht bitte nicht tot sein? Ich muss Dir noch so viel erzählen…

„Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein.“
Kleist, Prinz von Homburg

Das erste Buch ist das Schwerste…

… und nun ist das zweite schon auf dem Markt. Und es gibt viele Ideen für weitere. :-)

Nach über einem Jahr Pause in der aktiven Schreiberei und nur gelegentlichen Anfällen von oberflächlichen Korrekturen ist das zweite “Baby” nun doch fertig geworden. Quasi so nebenbei. Das ist der Vorteil, wenn man als Verleger und Autor sein eigener Herr ist. Dinge können in Ruhe “reifen”, Texte können, obwohl fertig, liegenbleiben – und der zweite Band ist meiner Meinung nach besser als der erste, was ich vorher kaum zu hoffen gewagt hätte.

Im zweiten Buch geht es wieder um Kitty und Juan – aber keine Angst, es kann auch gelesen werden, wenn man den ersten Teil nicht kennt.

 

Unbenannt-2
“Darling, es wird wieder später!”

Erscheinungsdatum: 11. September 2014
Genre: Roman
ISBN-13: 978-1500844936
ISBN-10: 1500844934
Herausgeber: Sabine Kern

 
 

 

 

 
INHALT:

Frisch verheiratet und von Köln über Berlin nach London – für die Journalistin Kitty Sander verläuft das Leben auf der Überholspur, seit sie den Sänger Juan Torres kennengelernt hat. Nach der schnellen Hochzeit freuen sich beide auf ihr Zusammenleben in London und stürzen sich voller Energie in neue berufliche Aufgaben. Vor Juan und der Gesangsgruppe Con Pasion liegen anstrengende Wochen im Studio, um ein neues Album aufzunehmen, und Kitty beginnt einen Job, in dem ihre gesamten journalistischen Erfahrungen gefragt sind. Ihre Recherchen sind allerdings nicht ganz ungefährlich …

Bestellbar als Kindle-Edition (3,99 Euro) und als Taschenbuch (9,99 Euro).
 
 
In Vorbereitung:

Ein weiteres Buch, in dem es ein letztes Mal um die vierköpfige Gesangsgruppe geht, und das eher fantastisch und komisch werden wird, ist in Vorbereitung und soll Anfang 2015 erscheinen. Bisheriger Arbeitstitel: “Lost In Time”.

FI-NA-LE (WM 2014)

Man nehme: eine Fußballweltmeisterschaft, zwei Sofas, ein Stadion, Decken, Regenschirme, ganz viel Vorfreude, kleine, internetfähige Geräte, ein Manuel-Neuer-Püppchen, eine Tüte Chips – und fertig ist das perfekte Endspiel-Wochenende in Berlin.

Alles fing ganz harmlos an…

„Ihr guckt die WM-Spiele in einem Stadion?
Wie schön, und wo? Ah, in Berlin.
Moment … Auf einem SOFA?!?“

So oder ähnlich verlief der erste Dialog mit den Kollegen der „Stern“-Onlineredaktion auf Twitter, als sie ihre Sofas im sogenannten „WM-Wohnzimmer“ in Berlin bezogen.

Den Preis für die originellste Kulisse zum „Rudelgucken“ der Fußball-Weltmeisterschaft hat zweifelsohne der 1. FC Union in Berlin verdient. Das Stadion „An der alten Försterei“ in Köpenick wie ein Wohnzimmer gestalten, Parzellen abteilen und vermieten, die Menschen ihre Sofas hereintragen lassen, eine große Videowand aufhängen – schon ist er fertig, der WM-Spaß der ganz besonderen Art. Es kann kaum einen besseren Ort zum Fußballgucken in Deutschland gegeben haben. Frühzeitig wurden die Parzellen auf dem Rasen und damit das WM-Wohnzimmer bezogen, auch von den Kollegen vom „@stern_sofa“ (die hießen übrigens auch vor der WM schon so!), die eifrig live zur WM twitterten.

Für das Endspiel, so signalisierten sie, hätten sie noch Plätze frei, und reservierten zwei Karten für den Sohn und mich. Noch war selbstverständlich keine Rede davon, wer das Endspiel bestreiten würde, hatte doch gerade erst die Vorrunde angefangen. Trotzdem freuten wir uns natürlich riesig über diese einmalige Gelegenheit und die Einladung.

Unser Lieblingsquartier in Berlin, das Hostelboat „Eastern Comfort“ an der East Side Gallery, hatte zum Glück für das Endspiel-Wochenende noch ein Zimmer, oder besser: eine Kabine frei. Gesagt, gebucht, Fahrt geplant. In der Zwischenzeit rückte die deutsche Mannschaft beim Turnier in Brasilien immer weiter vor und hatte die Vorrunde bereits überstanden. Wenige Tage vor dem magischen „13. Juli“ stand fest: wir würden tatsächlich die deutsche Mannschaft gegen Argentinien im Endspiel sehen! Das war sozusagen das Sahnehäubchen.

 

Das Endspiel

– ab hier live –

Der Endspielabend selbst beginnt mit einem gewaltigen Wolkenbruch, als wir auf dem Weg zum Stadion sind. Oh weh – das Finale unter Schirmen und Regenplanen gucken? Nicht wirklich ein Spaß… Aber Petrus hat ein Einsehen, und pünktlich fünf Minuten vor Spielbeginn hört der Regen endgültig auf.

Zunächst mit Schirmen und Plane, später ohne.
Zunächst mit Schirmen und Plane, später ohne.
Julia und Katharina auf dem Sofa nebenan
Julia und Katharina auf dem Sofa nebenan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann wird es endlich ernst. Alle stehen auf, als die Hymne gespielt wird, alle singen mit. Ein Gänsehaut-Moment. Das Spiel beginnt. Es ist eine packende Partie, nicht mit der Leichtigkeit des Halbfinals, leider, sondern Schwerstarbeit. Die argentinische Abwehr steht wie Beton, es gibt einzelne Chancen, aber kaum ein Durchkommen für die deutschen Stürmer. Der Sohn und ich twittern unter dem neu geschaffenen Account @kern_sofa mit Katharina und Julia auf dem Stern-Sofa um die Wette, dafür ist Zeit, denn die Partie bleibt vorläufig torlos. Und bleibt es. Und bleibt es so lange, dass der Gedanke „wenn Argentinien jetzt ein Tor schießt, wird es eng“ immer häufiger wird. Aber: noch ist das Spiel ja nicht aus.

Das WM-Wohnzimmer des FC Union
Das WM-Wohnzimmer des FC Union

Immer wieder sehen wir uns um. Das Publikum ist großartig, geht mit, pfeift, klatscht, jubelt, springt auf, stöhnt, singt – es ist fast so, als seien wir live in Rio dabei, und nicht in Köpenick. Ein übles Foul an Kramer wird in Zeitlupe wiederholt, mehrfach, aus verschiedenen Perspektiven. Und jedes Mal stöhnt die Menge entsetzt auf. Als Miro Klose ausgewechselt wird, stehen alle auf, jubeln ihm zu und applaudieren.

Es geht in die Verlängerung. Neue Chance, neues Glück. Der arme Bastian Schweinsteiger muss ein übles Foul nach dem anderen einstecken, aber er steht immer wieder auf, geht immer wieder ins Spiel zurück. 113. Minute: niemand hat es so richtig erwartet in diesem Moment, aber Götze bremst irgendwie den Ball mit der Brust und schießt die herabfallende Lederkugel einfach so ins Tor. TOR. TOOOOR!!!!! Alle springen auf, schreien, jubeln, trampeln, werfen in die Luft, was sie gerade in der Hand halten, die Hölle bricht los – aber eine fröhliche, glückliche Hölle. Der Jubel ist unbeschreiblich.

Niemand setzt sich wieder hin. Alle bleiben stehen, als das Spiel weiterläuft, alle fiebern dem Schlusspfiff entgegen, der jetzt, JETZT doch endlich kommen muss! Die Nachspielzeit ist längst vorbei, und immer noch hat der Schiedsrichter kein Einsehen. Den entscheidenden Pfiff schließlich hat in dem Lärmpegel keiner mehr gehört, aber alle liegen sich in den Armen, als die Spieler auf dem Bildschirm anfangen, zu jubeln. Kissen fliegen zu Hunderten in die Luft, Feuerwerk vom Stadiondach in den wolkenlosen Berliner Nachthimmel, endloser Jubel, Fahnenschwenken, alle sind unsagbar glücklich. Nach 24 Jahren holt die deutsche Mannschaft mit einem 1:0 gegen Argentinien endlich wieder den Weltmeistertitel!

 

Mitternacht

Ein perfekter Abend. Die Chipstüte, gut verborgen (denn man darf eigentlich nichts zu Essen mitbringen, sondern soll sich im Stadion verköstigen), wandert zwischen unseren beiden Sofas hin und her. Auf einem großen Bildschirm an der Seite werden Tweets zum Spiel und zum WM-Wohnzimmer angezeigt, und wir machen uns jedes Mal gegenseitig begeistert aufmerksam, wenn es wieder ein Spruch von unseren beiden Sofas auf den Bildschirm geschafft hat. Wir sind nüchtern, um uns herum wird Bier getrunken, sicherlich, aber kein Gegröle, keine Ausfälle, es ist einfach ein stimmungsvoller, wunderbarer Fußballabend, so wie er sein soll.

Ein ganz dickes und großes DANKESCHÖN nochmals an Julia und Katharina für die Einladung und die Gastfreundschaft. Julia hat für den „Stern“ einen Bericht verfasst, den man hier nachlesen kann. Auch wenn es für die beiden Arbeit war – ich glaube, es hat auch viel Spaß gemacht. :-)

Gewonnen!
Gewonnen!

 

Twitter-Nachlese (eine Auswahl)

Twitter-Nachlese
Twitter-Nachlese

 

Berlin, eine Liebeserklärung


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