#autorenwahnsinn, Tag 18: Dein aktuelles Notizbuch

Wir lieben Notizbücher! Welches benutzt du aktuell?

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Auf diesem Foto ist links das Notizbuch, das ich im Moment noch in Gebrauch habe, und rechts das nächste – frisch erstanden als Andenken bei der Documenta in Kassel.

Ich mag dieses Format, das in etwa DIN A 5 entspricht, es passt in jede Handtasche, ist aber andererseits auch groß genug, dass ich vernünftig darin schreiben und nicht nur kritzeln kann, wie es bei noch kleineren Formaten der Fall wäre. Manchmal benutze ich auch Collegeblocks in DIN A 4, aber das habe ich oft das Verstau-Problem, wenn ich unterwegs bin.

#autorenwahnsinn, Tag 8 – Dein Sommer-Soundtrack

Genauer: Welche Lieder gehören in deinen persönlichen und/oder schreiberischen Sommer-Soundtrack?

Das hängt auch ein bisschen vom Buch ab. In „Zeit spielt keine Rolle„, das im Sommer 1969 spielt, hatte ich nur Hits aus der Flower-Power-Zeit im Ohr und auf dem Lautsprecher. Das hat beim Schreiben geradezu beflügelt. :-)

Da ich ausschließlich Liebesromane schreibe (ab und an mal einen Schuss Spannung), bevorzuge ich als Hintergrundmusik leichtere Kost, am liebsten instrumental, gerne Klassik oder Artverwandtes. Meine Allzweckwaffe beim Schreiben gefühlvoller Szenen ist er hier, William Joseph:

#autorenwahnsinn, Tag 7 – Wo schreibst Du bei gutem Wetter?

RadlerBei gutem Wetter hält es mich nicht drinnen. Am liebsten schreibe ich dann im Garten, oder manchmal in einem Café. Kapitel oder Ideen entwerfen klappt am besten, wenn ich mich bewege, auf Spaziergängen oder Radtouren. Da spreche ich einfach alles ins Handy, was mir einfällt, und tippe es abends zu Hause ein. Und meist ist das ein guter Einstieg, ich bin im Thema drin und schreibe gleich weiter.

DoppeltDasBuch: Rastloses Hirn

Wenn ich mich gedanklich mit meiner Geschichte beschäftigte, mache ich das nicht von 8.00 bis 12.00 Uhr, oder von montags bis freitags, oder nur am Wochenende – es ist ein ständiger Denkprozess, in dem alles, was täglich um mich herum passiert, einen Platz findet, wenn ich es irgend verwenden kann. Ich fürchte, eine Menge Kollegen und Freunden werden sich in dem fertigen Werk wiederfinden, entweder ziemlich genau porträtiert oder aber mit einzelnen Begebenheiten oder Zitaten.

Was aber macht man, wenn man gerade nicht am Computer sitzt oder einen Notizblock zur Hand hat? Da ich das iPhone schon allein wegen Twitter eigentlich immer dabei habe, nutze ich hier das Notizbuch. Es eignet sich zumindest für kurze Sätze oder einzelne Stichworte, die aber automatisch per Mail an meinen Rechner geschickt werden, wo ich sie dann einfach ausdrucken oder herauskopieren und verwenden kann.

Screenshot Notizblock
Screenshot Notizblock

DoppeltDasBuch: Ulysses

Schreibprogramm Ulysses, Screenshot
Schreibprogramm Ulysses, Screenshot

So sieht übrigens ein Schreibprogramm aus. Dieses hier heißt „Ulysses“ und ist in deutscher Sprache, auf englisch gibt es noch etliche mehr.
Das große Feld in der Mitte zeigt den Text, an dem man gerade aktuell arbeitet. Links unten kann man sich ein weiteres Kapitel aus Ausschnitt öffnen, um etwas nachzusehen, ohne den aktuellen Text zu verlassen. In der linken Spalte sieht man die einzelnen Kapitel mit unterschiedlich farbigen Reitern, so dass man Kapitel und Notizen trennen kann. Auf der rechten Seite oben ein großes Feld für Notizen, Textabschnitte, was auch immer man noch in den Text einarbeiten muss oder will, und rechts unten die Statistik, Titel, Anzahl der Anschläge usw. Die Größe der Felder kann man natürlich verändern und anders anordnen, je nachdem, was einem beim Schreiben an meisten entgegenkommt.
Gewitzte Leser entdecken hier übrigens die Rohfassung des ersten Kapitels… 😉