#autorenwahnsinn, Tag 18: Dein aktuelles Notizbuch

Wir lieben Notizbücher! Welches benutzt du aktuell?

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Auf diesem Foto ist links das Notizbuch, das ich im Moment noch in Gebrauch habe, und rechts das nächste – frisch erstanden als Andenken bei der Documenta in Kassel.

Ich mag dieses Format, das in etwa DIN A 5 entspricht, es passt in jede Handtasche, ist aber andererseits auch groß genug, dass ich vernünftig darin schreiben und nicht nur kritzeln kann, wie es bei noch kleineren Formaten der Fall wäre. Manchmal benutze ich auch Collegeblocks in DIN A 4, aber das habe ich oft das Verstau-Problem, wenn ich unterwegs bin.

#autorenwahnsinn, Tag 17: Wo schreibst Du an Regentagen?

Ich liebe es, warm und gemütlich im Trockenen zu sitzen, wenn draußen der Regen plätschert, rauscht oder platscht. Demzufolge sitze ich am liebsten dort, wo ich die Geräusche auch gut hören kann: entweder in meinem Zimmer, am Schreibtisch vor dem Fenster mit Blick in den Garten und aufs Vordach, wo es dann ordentlich prasselt, oder aber im Wintergarten. Dort allerdings kann der Regen tatsächlich SEHR laut werden, deswegen dort nicht immer.

#autorenwahnsinn, Tag 15: Lieblingssnacks im Sommer

Gemeint ist: Welche Snacks dürfen diesen Sommer auf keinen Fall beim Schreiben fehlen?

Leider gehöre ich zu den Menschen, die, wenn sie konzentriert an Texten arbeiten, unkontrolliert Dinge in sich hineinstopfen. Besonders schlimm ist es in der Überarbeitungsphase von Büchern, und es ist gut, wenn diese in die warme Jahreszeit fällt, weil man sich mehr draußen bewegt als im Winter und nicht endlos Kilos anhäuft.

Die Nummer eins unter meinen Sommer-Textüberarbeitungs-Snacks ist die mit Zitronencreme gefüllt Halbbitterschokolade. Ohne Werbung machen zu wollen, aber die gibt es meines Wissens nur von dieser Firma…
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Zum Glück sind die Tafeln kleiner als die normalen, so dass das schlechte Gewissen früher einsetzt.

Manchmal habe ich aber eher Lust auf etwas Herzhaftes, und so sind die Nummer zwei (häufig) und drei (so selten wie möglich) Salzbrezel und Kartoffelchips gesalzen oder ungarisch.

#autorenwahnsinn, Tag 14: MondayMotivation

borkum-cover-kindleWas mich am heutigen Montag motiviert? Die Freude, dass mein Buch offenbar sehr gefragt ist, und die Aussicht, genau diesen Anblick in Kürze wieder genießen zu können:

Zitat aus „Spätsommer auf Borkum

Die ostfriesische Landschaft war in das gleißende Sonnenlicht eines herrlich warmen Spätsommertags getaucht. Rechts und links der Autobahn sah Anne nichts als fette grüne Wiesen, in denen gefleckte Kühe grasten oder einfach nur dösten. Das reinste Postkartenmotiv. Anne war schon einige Male in Ostfriesland gewesen, aber sie staunte jedes Mal wieder, wie flach das Land hier war, so platt und eben, dass sie meinte, bis zu den Offshore-Windparks in der Nordsee schauen zu können. Sie dachte schmunzelnd an Susannes Standardspruch über Ostfriesland. ‚Sehr praktisch‘, sagte sie immer, ‚man sieht am Donnerstag schon, wer am Sonntag zu Besuch kommt.‘

#autorenwahnsinn, Tag 12 – Abkühlung! Ein erfrischendes Zitat

Und das ist die Challenge:
Tag 12: Abkühlung gefällig? Wie wäre es mit einem erfrischenden Zitat?
Vielleicht aus einer Dusch- oder Badeszene? Aus einer Schwimmszene oder einer Stelle in deinem Manuskript, an der deine Protagonisten ein kühles Bier genießen?

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Das mit dem kühlen Bier hat mich an eine bestimmte Szene in meinem Buch „Spätsommer auf Borkum“ erinnert. Anne und Marten, die beiden Protagonisten, haben sich am Vormittag ordentlich gefetzt, und Anne ist stundenlang durch die Dünen gewandert, um sich abzureagieren.
Als sie zurückkommt, erfährt sie, dass es inzwischen einen Unfall gegeben hat: ein Urlauber ist beinahe ertrunken, und Marten hat wesentlich dazu beigetragen, dass er gerettet werden konnte.
Angesichts solcher Ereignisse spielen persönliche Streitereien natürlich keine Rolle mehr.
Anne setzt sich am Ende des aufregenden Tages in ihr Strandzelt, um zur Ruhe zu kommen, aber sie bleibt nicht lange alleine:

Sie hörte hinter ihrem Zelt schwere Schritte auf dem Sand und ein leises Klirren, dann sah Marten zu ihr ins Strandzelt hinein und hielt ihr eine Flasche Bier entgegen. „Auch eins?“
Anne nahm die Flasche und sah ihn erstaunt an, fragte aber nicht, wie er sie gefunden hatte. Auf Borkum wusste irgendwie immer jeder alles. Sie dankte mit einem Kopfnicken und rückte ein Stück auf die Seite. Die Holzbank ächzte vernehmlich, als Marten sich neben sie setzte. Er sah sie nicht an, sondern starrte aufs Meer und nahm einen großen Schluck aus seiner eigenen Flasche. „Er schafft es, er kommt durch“, sagte er nur und sah weiter hinaus. „Hab gerade einen Anruf bekommen. Und sie haben seine Frau gefunden, sie ist vorhin schon nach Emden rübergeflogen.“
„Das ist gut“, sagte Anne, „danke, dass du mir Bescheid sagst.“
Anne machte sich normalerweise nichts aus Bier, aber an einem Abend wie diesem, wo sich die Gedanken nur so jagten und nicht beruhigen wollten, tat es vielleicht ganz gut. Sie beobachtete Marten aus den Augenwinkeln. Seltsam, er hatte ihre Gesellschaft gesucht, aber er machte weiter keine Anstalten, sich mit ihr zu unterhalten.

Ich bin sonst nicht dafür, Alkohol als Problemlöser einzusetzen, in dieser Szene jedoch hat das Bier die Wirkung, dass die beiden Streithähne sich wieder vertragen…

#autorenwahnsinn, Tag 11 – Eine besondere Widmung

Küssen kostet extraHerausforderung: Zeig uns eine besondere Widmung – von dir oder einem anderen Autor!

Sehr stolz bin ich auf die Widmung, die Carline Mohr mir in ihr erstes Buch „Küssen kostet extra“ geschrieben hat. Ich hatte das große Glück, bei der bemerkenswerten Buchparty dabei zu sein, die Carline anlässlich des Erscheinens in Berlin gefeiert hat, und tatsächlich lese ich das Buch gerade, wenn auch leider mit großer Verspätung. Aber deshalb nicht weniger begeistert!

Ein Buch mit viel Biss, sehr viel Witz und noch mehr Herz. Die Hauptfigur Fanny muss man einfach liebgewinnen. Sie ist Studentin und chronisch pleite, als sie völlig abgebrannt den Job der Bardame in einem Münchner Bordell übernimmt. Der Blick hinter die erotische Glitzerfassade ist immer faszinierend, manchmal erhellend, oft genug erschreckend. Großartig geschrieben, gefühlvoll, witzig – und trotzdem mit der notwendigen Distanz, die man braucht, um auch bissig zu kommentieren.

Also nicht nur eine besondere Widmung, sondern gleich auch eine ausdrückliche Empfehlung, Carlines Erstling zu lesen!

#autorenwahnsinn, Tag 8 – Dein Sommer-Soundtrack

Genauer: Welche Lieder gehören in deinen persönlichen und/oder schreiberischen Sommer-Soundtrack?

Das hängt auch ein bisschen vom Buch ab. In „Zeit spielt keine Rolle„, das im Sommer 1969 spielt, hatte ich nur Hits aus der Flower-Power-Zeit im Ohr und auf dem Lautsprecher. Das hat beim Schreiben geradezu beflügelt. :-)

Da ich ausschließlich Liebesromane schreibe (ab und an mal einen Schuss Spannung), bevorzuge ich als Hintergrundmusik leichtere Kost, am liebsten instrumental, gerne Klassik oder Artverwandtes. Meine Allzweckwaffe beim Schreiben gefühlvoller Szenen ist er hier, William Joseph:

#autorenwahnsinn, Tag 7 – Wo schreibst Du bei gutem Wetter?

RadlerBei gutem Wetter hält es mich nicht drinnen. Am liebsten schreibe ich dann im Garten, oder manchmal in einem Café. Kapitel oder Ideen entwerfen klappt am besten, wenn ich mich bewege, auf Spaziergängen oder Radtouren. Da spreche ich einfach alles ins Handy, was mir einfällt, und tippe es abends zu Hause ein. Und meist ist das ein guter Einstieg, ich bin im Thema drin und schreibe gleich weiter.

#autorenwahnsinn, Tag 6 – Sommerlektüre eines Kollegen

Es geht heute darum, welches Buch eines Kollegen man aus vollem Herzen empfehlen kann.

Nee, so mache ich das nicht. Ich kann nicht einfach nur einen aussuchen. Ich interpretiere das jetzt einfach mal anders und empfehle eine/einen für das jeweilige Genre. :-)

Ich bin kein Fantasy-Leser, überhaupt nicht. Aber als Einsteigerlektüre halte ich das „Hexendorf“ von Nina Rabe (alias Susanne Ptak) für geeignet – mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen.

Elke Bergsma begeistert mich mit ihren locker-leichten und trotzdem spannenden Krimis immer wieder. Deswegen eine Empfehlung für ihr neuestes Werk: „Zornesbrut“ (wobei alle anderen aus der Büttner-und-Hasenkrug-Reihe sich natürlich auch lohnen).

Etwas schillernd, was das Genre angeht, sind die Romane von Vanessa Mansini (alias Michael Meisheit) und bewegen sich irgendwo zwischen Liebesgeschichte und Krimi. Ich mag das sehr und empfehle die „Trixi“-Reihe „Im falschen Film“, deren Fortsetzung („Im falschen Film: 37 Stunden“) in Kürze erscheinen wird.